Aus dem Leben, aus dem Sinn?

Der letzte Freund, Flirt, Crush. Die Geschichte ist schon lange Vergangenheit und kein Teil deines Lebens mehr. Und doch können wir uns nicht daran hindern, den anderen im Auge zu behalten.

Man ist noch auf Facebook befreundet und landet ganz zufällig auf seinem Profil und checkt die Mädels auf seinen neuesten Fotos aus. Huscht mal schnell auf seinen Instagram Account. Bleibt auf Snapchat am Laufenden, wie cool die letzte Party war, auf der er war. Man hat losgelassen, aber der Nylonfaden aka Social Media verbindet einander immer noch. Ob man noch an ihm hängt? Vielleicht. Aber wohl eher an der Geschichte, die man gemeinsam geschrieben hat. Und was schadet es schon, sich hin und wieder zu informieren?

Ein Phänomen, das mit Sicherheit alle Kinder der Generation Y kennen, die bei jedem noch so kleine Ereignis ihr Smartphone zücken. Auch wenn der Schlussstrich gezogen wurde, heißt das nicht, dass die Person jetzt kein Teil deines Lebens mehr ist. Man richtet den Blick nach vorne und doch erlauben uns Facebook und co. ganz nebenbei auch kurz zurück zu schauen. Das kann gesund und ungesund sein.

Wenn du jeden Nacht damit verbringt, durch seine Accounts zu scrollen, dann wird es wahrscheinlich länger dauern, komplett loszulassen. Den Kontakt komplett abzubrechen – entfolgen, entfreunden – scheint wieder zu dramatisch. Eine Balance zu finden ist nicht leicht, vor allem in einer Welt, in der Social Media Teil unserer Alltags ist und unsere Smartphones entweder in unserer Hosentasche oder Hand fest verankert sind.

Man ertappt sich selbst dabei, wie man einmal mehr auf Social Media zeigt, wie toll es einem nicht geht und wie geil das Leben läuft, obwohl die Person kein Teil mehr davon ist. Jemanden eifersüchtig machen zu wollen, ist kein neues Phänomen, aber in der heutigen Zeit haben wir die perfekten Tools, um das immer und jederzeit tun zu können. Auch wenn man nicht der Typ dafür ist, kann mir niemand erzählen, dass er oder sie noch nie etwas gepostet hat und dabei gehofft, dass eine ganz bestimmte Person es sieht.

Man kann sich aber auch selbst quälen und nach Dingen suchen, die einem einen kleinen Stich versetzen, obwohl man dachte man hat dem anderen das Messer aus der Hand genommen. Man kann hin und wieder ein Blick zurück werfen in die gemeinsame Vergangenheit und alte Fotos durchforsten. Doch in den meisten Fällen bleibt es bei eben dieser Vergangenheit, also warum zurück schauen?

Mit der Zeit verschwindet der Name aus dem Suchverlauf, der What´s App Chat weit nach unten gerutscht und man denkt nicht mehr an flüchtig an den anderen wenn man etwas online postet. Zeit heilt alle Wunden, auch wenn man nicht wusste, dass es sie noch gibt.

Die sozialen Medien sind ein Segen und Fluch zugleich. Ob sie uns nun dabei helfen weiter zu machen und nicht mehr zurück zu schauen, sei dahin gestellt. Aber jeder von uns hat diesen einen Jemand, mit den man sich immer noch irgendwie über soziale Netzwerke verbunden fühlt.

Doch auch dieser Faden wird reißen und man schaut einfach nur nach vorne. Und die Person wird einfach nur ein Name in unserer Facebook-Freundesliste, den wir Jahre später ohne zu zögern löschen. 


Facebook:          The Basic Instinct

Instagram:        thebasicinstinct

YouTube:           Tamara Natalie

Twitter:              tamara_vie

 

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