Es geht um viel.

Am heutigen Sonntag wählen die ÖstereicherInnen in einer Stichwahl zwischen Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen, wer Sie als Bundespräsident in Zukunft nach innen und in die Welt hinaus vertreten wird. So spannend und knapp wie bei dieser Wahl, war es selten in der österreichischen Geschichte.

Doch blicken wir doch zu Beginn vier Wochen zurück. Der erste Wahlgang sorgte für große Debatten, Freude, Sorge, Verzweiflung, Verwirrung und noch vieles mehr. Das Ergebnis der ersten Wahl am 24. April ließ niemanden kalt – egal ob positiv oder negativ. Und auch wenn man die Wahl für unwichtig und das Amt des Bundespräsidenten für überholt empfindet, ist es doch eine klares Zeichen, wenn nach einer Wahl (bis auf ein Mitglied) alle höchsten Vertreter der Regierung ausgetauscht werden und der bisherige Bundeskanzler sein Amt niederlegt.

Auch ich war schockiert, dass ein rechter Politiker einer noch rechteten Partei so einen große Menschenmenge von sich überzeugen konnte, überrascht allerdings nicht. Sofort war klar, dass es eine enge Wahl wird. Doch selbst wenn Van der Bellen bei dem Rennen um das Amt des Bundespräsidenten letztendlich als Sieger hervorgeht, ist das kein Gewinn gegen Rechts. Dafür waren und sind die Prozente für die FPÖ und ihrer Spitzenkandidaten einfach zu hoch – nicht nur bei dieser, sondern auch bei den letzten Wahlen auf Bundeslandesebene.

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35% des Landes fühlen sich von Norbert Hofer verstanden und in 8 von 9 Bundesländern erzielte er Platz 1 als stimmenstärkster Kandidat. Das ist ein Ergebnis und ein Faktum, dass man nicht ignorieren kann. Es ist nicht damit getan, alle FPÖ WählerInnen als „ungebildet“ und „Proleten“ abzustempeln, weil es schlicht und ergreifend nicht der Wahrheit entspricht.

Es braucht einen Dialog zwischen den Menschen verschiedener politischer Meinung. Woher kommen die Sorgen und wovon sind sie angetrieben? Ängste können mit guter Rhetorik und selbstsicherem Auftreten ausgenützt werden und das sind genau jene Praktiken, an denen sich die FPÖ für ihre radikalen Pläne bedient.

Als größte Sorge gilt wohl die Abstiegsangst vieler Menschen – Angst zu den Ärmsten der Ärmsten zu gehören. Doch die ärmsten des Landes sind diejenigen, die in diesem Land leben und nicht das Recht zu wählen haben. Die Abstiegsangst kommt auf, weil es plötzlich tausende Menschen gibt, die noch ärmer dran sind als wir. Geflüchtete und verängstigte Menschen die in unser Land kommen und Schutz suchen. Das bringt Veränderung und von der FPÖ wird diese als böse und gefährlich abgestempelt und damit identifizieren sich offensichtlich genug WählerInnen.

Doch wir können uns entscheiden in Angst vor dem Neuen zu leben und uns einschränken lassen. Uns von einer rechtsradikalen Politik bevormundschaften zu lassen, die es niemanden leichter machen wird, als sich selbst. „Wir werden uns noch wundern, was alles möglich sein wird.“ Ja, da werden wir uns wundern, wenn wir nicht langsam anfangen miteinander zu kommunizieren und uns vereint gegen radikale und begrenzte Politiker zu stellen. Hofer wird Österreich Veränderungen bringen, die uns zurück werfen werden und vieles, wofür Generationen vor uns gekämpft haben, einschränken. Das ist kein Österreich in dem ich leben möchte. Man kann dieser Angst entgegentreten mit einem aufklärenden Ansatz, nicht aber mit einem missionierenden. Es geht um das Miteinander und nicht gegeneinander. Dabei kann niemand gewinnen.

Jetzt ist es so entscheidend, wie noch nie. Ein europäischen Land, dass sich mit Begriffen wie Freiheit und Weltoffenheit definiert, hat keinen Platz für ein rechtsradikales Oberhaupt mit freiheitlichem Background.

Geht wählen. Es führt kein Weg daran vorbei, denn wir haben die Wahl und diese muss für ein vereintes und offenen Österreich ausgehen!

#ichwählevanderbellen

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All Photos taken by myself.

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