FOMO.

Lasst uns doch mal über etwas richtig unangenehmes reden, dass uns alle ohne Ausnahme betrifft: Ängste. Jeder hat sie und doch geht jeder anders damit um. Es gibt sie in allen Formen und Varianten und man kann sie sogar beim Namen nennen. Alltägliche, wie Klaustrophobie, oder aber Koumpounophobie (der Ekel vor Knöpfen – und nein, natürlich wusste ich das und musste nicht erst auf Google nach skurrilen Ängsten suchen).

Und doch gibt es ein paar Ängste, die unsere Generation mehr betreffen, als andere. Da wäre zum Beispiel Nomophobie, no- mobile Phobie. Ja es gibt wirklich Menschen, die es mehr wahnsinnig macht, kein Smartphone in ihrer Hand zu haben. Eine durchaus beängstigende Entwicklung, die aber denke ich fast jeder heutzutage bis zu einem gewissen  (nicht ganz so extremen) Grad nachvollziehen kann.

Und dann wäre da noch ein persönlicher Lieblinge: FOMO. The fear of missing out.

So und da wären wir nun. Beziehungsweise kann ich mich an dieser Stelle selbst outen. FOMO hat mich schon beschäftigt, als ich noch nicht mal wusste, dass diese Angst einen echten Namen hat, geschweige denn, wie man fear überhaupt buchstabiert.

Die Angst, etwas zu verpassen, ist etwas, womit ich in diese Welt geboren wurde. Manche Menschen tragen das aber mit Sicherheit mehr in sich, als andere. Ich habe einfach eine ordentliche Portion abbekommen.

Eigentlich geht es darum, in einer immer schneller werdenden Welt, in der man via Social Media eigentlich überall sein kann, ohne es geografisch wirklich zu sein. Und wenn wir tatsächlich an einer coolen Location sind, wird so schnell wie möglich, ein fesches Instagram Foto geschossen und die Zeit mit bearbeiten des Pics und der perfekten, tiefsinnigen Bildunterschrift verbracht, anstatt den Moment tatsächlich zu genießen.

Wir sind irgendwie überall gleichzeitig, aber nie wirklich da. Und jetzt Achtung, Klischee Sager im Anmarsch: Früher war das anders.

Hat man was verpasst, dann hat man das am nächsten Tag erfahren und sich vielleicht kurz geärgert. Ende. Nicht in Zeiten von Snapchat, Instagram und Facebook. Ich habe die Möglichkeit zeitgleich zu sehen, wie geil die Party nicht ist, bei der ich kurzerhand abgesagt habe und mir die neueste Folge „How to get away with murder“ anzusehen.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe es zuhause zu bleiben oder einfach mal nur zu gammeln. (Geschweige denn, bereue ich auch nur eine Sekunde in der ich HTGAWM gesüchtelt habe!) Aber das sind wohl eher nicht die Abende, an die ich mich für den Rest meines Lebens erinnern werde. Und manchmal kommt es mir fast so vor, als müsste ich deshalb ein schlechtes Gewissen haben.

Jede Party muss zur besten eveeer werden und wenn du nicht dabei warst, wirst du es dein Leben lang bereuen. Die Realität sind aber mehr so aus, dass viele Parties im Durchschnitt genau gleich ablaufen und man dann zu viel trinkt, um es spannender zu machen und sich im Endeffekt dann sowieso nicht erinnern kann. (Damit ist natürlich nicht unbedingt meine eigene Erfahrung geworden.)

Ich nehme mich da überhaupt nicht raus. Auch ich bin ein FOMO Opfer und mache manchmal Dinge, auf die ich eigentlich überhaupt keine Bock habe, nur um nichts zu verpassen. Aber bescheuert ist das schon irgendwie.

Vielleicht ein ewiger Kreislauf der aus einer Gesellschaft nicht wegzudenken ist. Denn aus FOMO entspringt auch das Gefühl, sich einer Gemeinschaft angehörig fühlen zu wollen. Und in einer Welt, wo die Menschen sich immer mehr nach Likes sehnen und echte zwischenmenschliche Beziehungen auf der Strecke bleiben, ist das ja eigentlich alles wonach wir uns sehnen. Teil von etwas zu sein. Etwas weniger alleine auf diesem großen Erdball.

Aber ich versuche FOMO gekonnt meinen schönsten Finger zu zeigen und mich darin zu üben, auf meinen wirklichen Willen zu hören und nicht auf den Gruppenzwang der manchmal so laut in mir schreit. Wir müssen nicht immer überall dabei sein. Denn dann werden die besonderen Momente alltäglich und das würde dann ja genau ins andere Extrem umschlagen.

ALSO: kleine Motivation an mich selbst und vielleicht auch an euch da draußen. Sei mutig und nimm dich manchmal einfach raus. Und wenn du wo bist, dann genieße es. Versuch ein bisschen weniger im Social Media Sumpf zu versinken. Und Dinge und Momente sind auch dann lustig, wenn du deine Snapchat Follower nicht daran teilhaben lässt, wie lustig es nicht ist.

Für manche mag das überzogen wirken und nicht wie ein Thema, mit dem man sich auseinander setzen muss. Aber ich bin nun mal ein kleines Social Media Opfer und damit nicht alleine. Die Frage ist nur, ob wir uns darüber definieren und die wirklichen Momente und Erfahrungen dahinter stellen.

Ich sage FOMO den Kampf an. Ich will nichts bereuen und mich nicht gedrängt fühlen, nur um ja nichts zu verpassen. So stressen wir nämlich nur von einem Moment in den nächsten und alles zieht an uns vorbei, ohne das wir es wirklich wert schätzen.

Wenn du es bis hier her geschafft hast: PROBS TO YOU!

Mich würde interessieren wie ihr das seht? Bin ich alleine mit meiner FOMO? Was sind Ängste der Generation Y, die euch noch einfallen?

Lasst es mich gerne in den Kommentaren wissen!

x tamara natalie

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