Was bleibt ist Hoffnung.

Die Wahl in Wien ist gekommen und gegangen. Doch was bleibt jetzt übrig?

Das „blaue Wunder“ konnte verhindert werden. Doch reicht das? Können wir uns alle jetzt einfach zurück lehnen und wieder zum „normalen“ Alltag zurückkehren?

Ich sage: Nein! Jetzt erst recht nicht! 

Ich glaube, es gibt keinen „normalen“ Alltag mehr in Wien. Das letzte Jahr hat die Wiener_innen wach gerüttelt und so viel ist passiert. Vieles hat sich verändert und uns aus unseren Routinen heraus geholt.

Es entstand eine Kraft, die sich vehement gegen Rechts gewehrt hat und Stimmen wurden laut, die sich bisher vielleicht gar nicht so sehr für Politik interessiert haben. Es entstand eine Politisierung, vor Allem in der Jugend, wie ich es persönlich noch nicht erlebt habe. Das Thema Politik, aber vor Allem Asyl und Flüchtlingskrise, wurden zum gängigen Gesprächsstoff. Und das sehe ich als große Chance für die Stadt.

Wir dürfen jetzt nicht wieder verstummen und zusehen wie alles wieder zum Alten zurückkehrt. Die Fragen, die wir uns jetzt alle stellen müssen: Was machen wir aus den letzten Wochen? Wie kann man diese positive Stimmung in der Bevölkerung nutzen? Welche Zukunft wünschen wir uns für Wien?

Nur weil Wien rot bleibt, finde ich nicht, dass die Wahl ein zufriedenstellendes Ergebnis hervor gebracht hat. Die Wahlbeteiligung ist zwar erfreulich gestiegen und so ein knappes Duell wie erwartet, wurde es dann auch nicht. ABER die rechte Seite hat für mein Empfinden immer noch zu viele Mandate erhalten und einer stimmenstarken Partei Stimmen „zu leihen“, um Schlimmeres zu verhindern, kann auch nicht Sinn und Zweck einer demokratischen Wahl sein.

Alles in allem gibt es also viel zu tun! Jeder Einzelne ist hiermit dazu angeregt die Wahl noch einmal für sich zu reflektieren und seine/ihre Schlüsse daraus zu ziehen.

Für mich persönlich war die Wahl kein Abschluss für die nächsten fünf Jahre, sondern der Anfang für eine neue Stimmung und Ära in der Wien. Ich bin gespannt was daraus entstehen kann und habe trotz allem wieder ein bisschen Hoffnung in meine Stadt und in Österreich gewonnen, die ich schon lange verloren glaubte.

Und abschließend lasse ich noch einen Herren zu Wort kommen, der es besser ausdrücken konnte, als ich es je können werde!

„Diejenigen, die zu klug sind, um sich in der Politik zu engagieren, werden dadurch bestraft werden, 
dass sie von Leuten regiert werden, die dümmer sind als sie selbst.“ -PLATON

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