#refugeeswelcome

Ich gehe gemütlich vom Westbahnhof hinunter zurück zur U- Bahn und bin in Gedanken vertieft. Da spricht mich ein Junge an, kaum älter als ich. Zuerst war mir gar nicht klar, dass er mich anspricht. Aber dann verstehe ich, was er von mir möchte. Er sucht einen Schlafplatz für die Nacht und teilt mir in gebrochenem Englisch mit, dass er auch dafür zahlen könnte. Da hält er mir die offene Hand hin und ich sehe einen 5€ Schein und ein paar Münzen.

Und ich diesem Moment kann ich mein Herz brechen hören. In tausend einzelne Teile und ich könnte in dieser Sekunde beginnen zu weinen.

Ich erkläre ihm, dass ich ihn leider nicht mitnehmen kann, aber zeigte ihm dem Weg, wo es Leute gibt, die ihm einen Schlafplatz besorgen können. Er lächelte mich an, obwohl ich ihm für meine Begriffe nicht wirklich helfen konnte. Und dann ging er weiter. Ohne Ziel und trotzdem mit Hoffnung.

Dieses Gefühl von Hilflosigkeit habe ich im meinem Leben noch nie so stark gespürt. Ich habe mich umgedreht, die Rolltreppe runter, in die U Bahn ein- und ausgestiegen und in Trance in meiner Wohnung gelandet.

Ich war am Hauptbahnhof. Ich war von Hunderten Flüchtlingen umgeben und habe geholfen, wo eine Hand gebraucht wurde. Ich habe dort vieles gesehen, was meine Hoffnung auf eine gute Zukunft für diese Menschen größer werden hat lassen. Ich wurde mit Dankbarkeit von Kindern und ihren Eltern für die kleinsten Dinge überschüttet. Und hatte nach nur wenigen Minuten mit einer Gruppe Jugendlicher aus meinem Alter gelacht, dafür mussten wir nicht die gleiche Sprache sprechen.

Und ich werde wieder hingehen und wieder und wieder.

Und doch sticht dieser Junge am Westbahnhof aus allen Erlebnissen und Eindrücken hervor.

Ich weiß nicht, ob der Junge einen Schlafplatz finden wird und auch nicht wo er in nächster Zeit in Europa landen wird. Aber eines weiß ich ganz bestimmt: Das hat kein Jugendlicher und sonst auch niemand auf der Welt verdient! Und ich weiß auch, dass ich alles daran setzen werde,jetzt mehr denn je, zu helfen wo und wie ich nur kann.

Wir können darauf warten, bis die Bundesregierung oder die europäische Union eine Lösung präsentiert, die auch nur halbwegs annehmbar und menschengerecht ist. Oder wir gehen hinaus und zeigen, was man durch Zusammenhalt alles erreichen kann.

#refugeeswelcome

4 Comments

  1. Heini Luo

    In dem Wissen, dass du mich nun für dieses objektive Kommentar hassen wird Tamara werde ich es trotzdem dir diese Nachricht hinterlassen allein um der Zuneingung dir gegenüber. Wir kennen uns nicht und ich hoffe inständig, dass du mich auch nie kennen lernen wirst. Nein ich stalke dich auch nicht und kenne dich genauso wenig wie du mich und wir sind uns auch nie im real life begegnet geschweige auf 5 km näher gekommen…

    An einem Ort mit limitierten Ressourcen aber unlimitierten Konsumenten wird Europa oder Österreich nicht im Stande sein alle Flüchtlinge dieser Welt zu versorgen.

    Hilfe sollen all jene bekommen die darum bitten aber solange es auch möglich ist.

    Bis jetzt konnte NIEMAND technisch die Frage beantworten wie man den Flüchtlingen helfen kann. Die linken Kommunisten sagen gemeinsam schaffen wir es mehr nicht.

    Selbst wenn Europa als Beispiel zu 100% hilft und die europäischen Felder inkl komplette Wirtschaft pro Jahr 10 Tonnen Nahrung produzieren / kaufen können so wird es auch Natur gesetzlich biologisch bedingt als Beispiel 100 Menschen über das ganze Jahr ernähren können. Wenn jetzt Europa also nur 80 Menschen Einwohner hat so wird man dementsprechend max. 20 Flüchtlinge aufnehmen können. Egal wie man es dreht und wendet. Nur die jetzige Gesetzeslage sieht kein Limit vor. Die Einstellung und irrationalen Argumente der Linken wiederum führt zum Hass gegen die aktuelle Asylpolitik was wiederum zu Wahlstimmen für die Nazipartei FPÖ führt

    Ein weiterer wichtiger Fehler ist auch, dass man Probleme nicht löst in dem man vor dem Problem wegläuft. Die Syrer rennen vor dem Problem Krieg weg. D.h. man muss den Krieg beenden anstatt alle aufzunehmen oder das Land Syrien erobern und es der syrischen Bevölkerung zur Selbstverwaltung zurück geben.

    Wir Menschen sind keine Götter welche sich gegen die Naturgesetze erheben können. Das noch so viele Jammern wie es den Flüchtlingen schlecht geht usw. hilft nichts. Dasselbe könnte man mit ganz Afrika sagen und trotzdem wird das die Welt nicht verändern. Solange hier nicht technisch etwas getan werden kann werden sich die Menschen der Realität nämlich den Naturgesetzen beugen müssen. Darwin hat leider so sehr es uns missfällt mit seiner natürlichen Selektion einen wichtigen Punkt getroffen. Das beste Beispiel in Europa wäre aktuell Griechenland. Wo neben Korruption „soziale Gründe“ als Bestechung an die Bevölkerung eingeführt wurden. Wie im alten Rom Brot und Festspiele damit die Politiker gewählt werden und die Bevölkerung bestachen.

    Politikwissenschaftlich betrachtet ist die Demokratie nichts anderes als eine proletarische Diktatur, Dies wirst du in sehr vielen politikwissenschaftlichen Recherchen feststellen können. Denn die Mehrheit regiert auf Kosten der Minderheit, auch wenn man es nicht unbedingt von der aktuellen Asylpolitik sagen kann. Wenn man wirklich eine 100% Zufriedenheit haben möchte so sollen ruhig nur diejenigen die es wollen aus eigenen Mitteln unrd Ressourcen so viele Flüchtlinge wie die es können aufnehmen. Andere die es nicht wollen nicht. Damit hätte man eine 100% Zufriedenheit. Beim Heldenplatz gab es angeblich 100 000 Menschen? Nun gut selbst wenn man davon ausgeht, dass alle 100 000 Menschen nicht wegen der Konzerte dort gewesen so ist es sehr fraglich wie 100 000 Menschen 180 000 Flüchtlingen in Österreich versorgen möchten.. Diese 100 000 Menschen repräsentieren gerade einmal max. 2% der österreichischen Bevölkerung!

    Es tut mir Leid dir die kalte Wahrheit ins Gesicht so direkt schleudern zu müssen nur vielleicht hoffe ich selberk dass du etwas Licht in meine dunkle Realität werfen kannst.

    LG

    H.L.

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  2. Heini Luo

    PS: Eine Sache noch bevor ich es vergesse… Steil dir bitte vor China wäre eines Tages im Krieg. Wenn die chin. Bevölkerung schon die doppelte Einwohnerzahl vom ganzen KONTINENT Europa hat und auf Asylrecht klagen kann wohin wird das denn einmal führen?!

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    1. tamara natalie

      Lieber Heini Luo!

      Danke für deinen Kommentar unter meinem Post! Ich finde es sehr wichtig, sich auszutauschen und gerade bei diesem Thema habe ich mit verschiedenen Reaktionen gerechnet!

      Wie du schon sagtest ist Österreich ein privilegiertes Land – ein SEHR privilegiertes Land! Meine Meinung ist es daher, dass wir zwei Möglichkeiten haben. 1. Wir können lange darüber diskutieren wie ungerecht die Welt ist und wie wichtig es ist den Krieg in Syrien beispielsweise zu beenden(dessen Dringlichkeit steht für mich allerdings außer Frage) – allerdings widmen sich dem momentan die Politik und die EU und da sehe ich mich als Einzelbürger nicht am Hebel Entscheidungen zu treffen! Aber 2. können wir auch als Einzelperson einfach das tun, was eben in unserem Bereich des Möglichen steht! Und ich sehe mich sehr wohl im Stande hinaus zu gehen und mein Bestes zu geben, den Menschen direkt vor meiner Haustür zu helfen wo ich kann.
      Das ist meine Entscheidung und bleibt auch die Entscheidung jedes Einzelnen!

      Ich hoffe, ich konnte dir meine Sichtweise hiermit noch etwas genauer beschreiben!

      LG Tamara Natalie

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      1. Heini Luo

        Ja konntest du. Du vertritts einfach die Ansicht zu helfen. Nur an dem aktuellen fehlerhaften Asylgesetz wiederum möchtest du nichts ändern.

        In 2 Jahren wird es soweit sein. Die Welt wird sich erneut gewaltig ändern. Genauso wie ich es der Caroline von Anfang gesagt habe, dass sich ihre Realität verändern wird….

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